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Trauerkultur im Wandel

Mit einem Grabmal versuchen wir Menschen, die Identität des Verstorbenen zu bewahren und die Erinnerung an ihn zu erhalten. Heutzutage sind aber nahezu alle Grabstellen gleich gestaltet und wirken oft anonym. Doch Anonymität ist eher hinderlich, wenn das Grab helfen soll, Erinnerungen an einen besonderen Menschen zu erhalten. Oft sind Name, Geburts- und Sterbejahr die einzigen personenbezogenen Daten und Merkmale, die auf einem Grabmal stehen. Kein Wort, kein Bild, keine Symbolsprache, die mehr über diesen Toten erzählt. Persönliches und vor allem Individuelles ist oft nicht erwünscht oder sogar verboten. Menschen trauern individuell. Wieso sind nicht auch die Grabdenkmale individuell? Immer öfter gibt es Versuche und Ansätze, Gedenkstätten neu und anders zu gestalten. Die "design by Ricardo"-Gruppe fördert eine individuelle Trauer- und Grabmalkultur, mit Mut zu aussagekräftigen Grabmalen und individuellerer Formen- und Symbolsprache. Die Trauerkultur wandelt sich und mit ihr muss sich auch die Bestattungskultur verändern.

Der Friedhof von gestern muss sich verändern

Viele Trauernde entscheiden sich heute für eine alternative Grabstelle ohne Grabpflege, weil sie nicht wissen, wer diese später übernehmen soll. Sie verbinden mit dem Friedhof Pflichtgefühl und Belastung. Zudem fürchten sie die Kosten, die mit der Grabpflege entstehen. Dabei wird aber oft vergessen, dass Handlungen am Grab, wie auch die traditionelle Grabpflege, ein heilsames und helfendes Trauerritual sein kann. Alternative Grabstätten scheinen vordergründig günstiger für die Hinterbliebenen, und auch für die Gemeinde. Auf der anderen Seite entsteht das Problem, dass, wenn es weniger Grabstätten gibt, diese wenigen die Gesamtkosten des Friedhofs tragen sollten.

Die Friedhofsproblematik

- weitere Abwanderungen von Beisetzungen aus bestehenden Friedhöfen
- Ausweichen auf günstigere Beisetzungsvarianten innerhalb von Friedhöfen, wie z.B. Urnenwände
- Zunahme von Freiflächen, steigende Pflegekosten und sinkende Gebühreneinnahmen
- Erhaltung mancher Friedhöfe ist gefährdet

Was erwarten Menschen heute von einer Grabstätte?

Alternative Grabformen, wie z.B. Rasenfelder, Urnengemeinschaftsanlagen und Baumbeisetzungen, sind aktuell beliebt. Sie bergen aber auch Probleme, die von Trauernden oft erst spät erkannt werden. Immer wieder kann man beobachten, wie auch auf alternativen Grabstellen Blumen und andere Erinnerungsstücke abgelegt werden. Die oben genannten alternativen Grabformen gestatten dies jedoch offiziell nicht.

Was sich Hinterbliebene von einer Grabstätte bzw. einem Friedhof wünschen, hat eine marktpsychologische Studie gezeigt:

- Individualität
- Natur, alte Baumbestände
- aufgelockerte, nicht zu enge, unsymmetrische Anordnung der Gräber
- intime Rückzugsräume zur privaten Trauer und Sitzgelegenheiten
- Pflegeleichtigkeit und Entpflichtung von der Pflege
- Ruhezonen und Sauberkeit
- Geringe (Folge-) Kosten

Die "desing by Ricardo"- Gruppe steht für moderne und individualisierte Grabmalgestaltung. Diese ermöglicht es den Hinterbliebenen, auf Ihre Art zu trauern und Abschied zu nehmen, ohne sie zugleich in die Pflicht zu nehmen.

Kernidee dieser Lösung sind Konzepte, welche die Hinterbliebenen von der Grabpflege entpflichten und dennoch Trauerrituale ermöglichen.

Der Friedhof von Morgen

Neue Friedhofskonzepte müssen die Angehörigen von der traditionellen Grabpflege entpflichten, jedoch bei Wunsch und Bedarf Trauerhandlungen am Grab ermöglichen.

Dienstleistungen für ÖRK's

Möchten Sie auf Ihrem Friedhof neue Bestattungsmöglichekeiten anbieten? Möchten Sie die bestehenden Bestattungsmöglichkeiten den heutigen Bedüfnissen anpassen? Möchten Sie auch Personen aus anderen Religionen den Friedhof öffnen? In der Regel müssen dafür natürlich auch die Friedhofsreglemente angepast werden.

Zusammen mit kompetenten Partnern stehen wir Ihnen gerne bei der Umsetzung zur Seite.